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StartUp Technopark Chemnitz GmbH
 
Stand / Druckdatum: 18.07.2018

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Form trifft Technologie

Die TU Chemnitz forscht an Leitbautechnologien

 
Presseartikel aus "Strukturfonds Aktuell 2/2012" (pdf 1.1 MB)
 

Bluttest im Taschenformat

BiFlow Systems entwickelt Kerntechnologien für das Chiplabor

22.08.2011

Der Satz „Wir warten noch auf die Laborergebnisse“ könnte bald der Vergangenheit angehören. Denn die Chemnitzer BiFlow Systems GmbH ist auf dem besten Weg, wichtige Labortests so zu miniaturisieren, dass man das „Labor“ dorthin bringen kann, wo es benötigt wird. Das junge Unternehmen entwickelt und vertreibt spezielle Kunststoffchips in etwa der Größe eines Mikroskop-Objektträgers. Die Chips enthalten bereits integrierte Pumpen, Ventile und Heizer. „In den Mikrokanälen der Chips können kleinste Flüssigkeitsmengen wie Blut und Reagenzien vollautomatisch transportiert und so auch komplexe biomedizinische Analysen erheblich miniaturisiert werden“, erklärt Entwickler und Geschäftsführer Dr. Jörg Nestler. Tests, die bisher nur in Zentrallabors durchführbar waren, würden damit direkt vor Ort ein Diagnoseergebnis liefern. Anwendungsgebiete hierfür können einmal die Notfallmedizin sein, bei der es auf schnelle Ergebnisse ankommt, oder ländliche Regionen und Entwicklungsländer, in denen die nötige Infrastruktur fehlt.

Die Idee zur Firmengründung aus der TU Chemnitz und der Universität Potsdam war vor allem der Nachfrage geschuldet. „Wenn wir in den letzten Jahren auf Tagungen und Messen unsere Technologie vorstellten, hörten wir häufig die Frage, wann man so etwas denn kaufen könnte“, so Nestler. „Da es nichts Vergleichbares am Markt gab, reifte langsam die Idee, tatsächlich den Schritt zu wagen, eine Firma zu gründen und zunächst eine einfache ‚Test-Version‘ von ‚selbst-pumpenden‘ Chips anzubieten.“ So entstand auf dem Chemnitzer Smart Systems Campus schließlich die Firma BiFlow Systems. „Unser erstes Produkt sind Mikroskop-Objektträger mit integrierten Reservoiren und Pumpen, die wir als Evaluation-Kit mit Software und Kontroll-Elektronik anbieten“, erzählt der Forscher. Seine Kunden sind derzeit vor allem Forschungseinrichtungen, die Biosensoren oder biochemische Nachweisverfahren entwickeln. Erstere benötigen durch den Einsatz der integrierten Systeme keine aufwändige Anbindung ihrer Chips mit Schläuchen und großen Pumpen mehr. Letztere können bereits frühzeitig ihre neuen Nachweisverfahren miniaturisieren.

Mittel- und langfristig strebt die BiFlow Systems den Einsatz ihrer Technologie im Diagnostikmarkt an. Hier bestehen die Kundenvorteile darin, dass auch komplexe medizinische Analysen direkt „vor Ort“ verfügbar gemacht werden können. Damit reduziert sich die Zeit von der Probenentnahme bis zum diagnostischen Ergebnis. Ein Vorteil entsteht auch durch die Lagerung der flüssigen Reagenzien direkt im Chip. Dadurch werden geringere Volumina benötigt, was gerade bei teuren Reagenzien einen Kostenvorteil darstellt, und das Kontaminationsrisiko sowie den Wartungsaufwand für Ansteuergeräte reduziert.
 
 
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